Validierung von Bildungsleistungen

Das Berufsbildungsgesetz (BBV Artikel 31, Berufbildungsverordnung auf eidgenössischer Ebene) sieht vor, auch nicht formal erworbene Kompetenzen zu validieren. Alle über 25-jährigen mit mindestens fünf Jahren Berufspraxis können mit dem Validierungsverfahren das eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) erlangen.


Beschreibung

Validierungsverfahren

Das Validierungsverfahren basiert auf einer Selbstbeurteilung, der Kompetenzenbilanz. Die Kandidatin / der Kandidat stellt ein Dossier zusammen und füllt die Kompetenzbeurteilungsblätter auf Basis des ICT BBCH Modulplanes aus. Die erworbenen Kompetenzen werden mit Belegen von besuchten Kursen, durch Arbeitszeugnisse, Projektangaben oder einen eigenen Beschrieb belegt. Die eingereichten Dossiers werden von zwei Experten geprüft. Danach wird die Kandidatin oder der Kandidat zum Assessment eingeladen. Die Experten überprüfen die vorhandenen Kompetenzen.

Bestehensregeln

Auch bei der Nachzertifizierung von Berufserfahrenen werden die Regeln der Berufslehre herangezogen. Diese sind in der Bildungsverordnung des jeweiligen ICT Berufs Informatik oder Mediamatik festgelegt.

Das Qualifikationsverfahren ist insgesamt bestanden, wenn in allen Qualifikationsbereichen die Kompetenz nachgewiesen werden konnte. Die Prüfungsexperten zeigen allfällige Lücken auf, die es zu schliessen gilt. Sind die Lücken geschlossen, wird das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) als Informatikerin / Informatiker oder Mediamatikerin / Mediamatiker ausgestellt.

Obligatorischer Informations-Anlass (OIA)

Der Besuch des OIAs ist der Startpunkt für die Validierung von Bildungsleistungen. Bitte melden Sie sich für den Anlass für Informatikerin / Informatiker EFZ an.