Die Lernenden von heute sind die Fachkräfte von morgen

Möchten Sie nicht auch junge Menschen in Ihrem Betrieb ausbilden? Das eigene Wissen weiter zu vermitteln kann eine Herausforderung sein und dennoch bereitet Lernende auszubilden viel Freude.


Ausbildungsplatz schaffen

Wir unterstützen Sie in allen Belangen der Grund- und Weiterbildung in den ICT Berufen Informatik und Mediamatik.

Wir beraten Sie gerne bei einem Besuch bei Ihnen im Betrieb oder an einer unserer regelmässig durchgeführten Informationsveranstaltungen für neue Lehrbetriebe.

Fragen, welche Sie vielleicht beantwortet haben möchten:

  • Wie werde ich Berufsbildnerin / Berufsbildner?
  • Wie rekrutiere ich Lernende?
  • Wie funktioniert die Berufslehre?
  • Darf mein Betrieb überhaupt ausbilden?
  • Gibt es weitere Möglichkeiten sich an der Förderung des Nachwuchs zu beteiligen?

Wahrscheinlich haben Sie noch viele andere Fragen. Dann nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf! Wir beraten Sie gerne.

Mögliche Arten von Ausbildungsplätzen

Die Grafik beschreibt sechs Möglichkeiten einen Ausbildungsplatz anzubieten.

Ausbildungsbewilligung

Um eine Berufslehre anbieten zu können, braucht es die Ausbildungsbewilligung des Kantons Zürich. Der Kanton ist der dritte Vertragspartner bei einem Lehrverhältnis und hat mit dem zuständigen Berufsinspektorat die Aufsicht über die Lehrbetriebe.

Wir unterstützen Sie gerne, um die formalen Aspekte zu überprüfen und abzuwickeln.

Schnupperlehre

Auch wenn Sie keinen Ausbildungsplatz anbieten können, ist die Möglichkeit eine Schnupperlehre in ihrem Betrieb zu absolvieren sehr wertvoll. Eine Schnupperlehre kann Selektionsinstrument in der Rekrutierung sein. Der ursprüngliche Gedanke ist jedoch die Berufserkundung für die Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe.

Rekrutierung

Die Auswahl eines Lernenden für den eigenen Betrieb ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Die meisten Betriebe haben einen Personaldienst, welcher die Aufgabe professionell abwickelt. Sie finden auch viele Tipps in der Ausbildungsdokumentation des Berufsbildnerkurses.

Wir stehen Ihnen rund um die Auswahl eines Lernenden gerne zur Seite.

Lehrvertrag

Der Lehrvertrag ist der Arbeitsvertrag für den Lernenden. Neben dem Betrieb, dem Lernenden, seinen Eltern (Inhaber der elterlichen Sorge), unterschreibt auch der Kanton Zürich den Lehrvertrag. Eine Vorlage des Lehrvertrags als Formular kann bei der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämter Konferenz (DBK) heruntergeladen werden.


Lernende ausbilden

Bildungsplan

Jeder Beruf hat eine Bildungsverordnung (BIVO) mit einem dazugehörigen Bildungsplan (BiPla) und den Ausführungsbestimmungen. Diese offiziellen Unterlagen sind auf der Website der nationalen OdA ICT Berufsbildung Schweiz zu finden.

Für den ICT Beruf Informatik gibt es die Applikation ICT Competence Framework, wo die Bildungspläne hinterlegt sind. Die Berufsbildnerinnen, die Berufsbildner und Lernenden haben so ein Instrument für die Einsatzplanung und die Kontrolle zur Erreichung der Bildungsziele.

Bildungsbericht

Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner erstellt pro Semester einen Bildungsbericht zur Arbeitsleistung. Mit dem Bildungsbericht werden die Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz eingestuft. Bestandteil eines Bildungsberichtes ist auch eine Zielvereinbarung für den nächsten Ausbildungsabschnitt. Als Grundlage für die Bewertung dienen die täglichen Beobachtungen bei der Arbeit, das Arbeitshandbuch des Lernenden, Dokumenationen zu produktiven Aufträgen und eventuell Rückmeldungen der Kunden. Das Betreuungsgespräch sollte in einer ruhigen, angenehmen Atmosphäre stattfinden. Der Lernende soll sich zu jedem Punkt äussern dürfen.

Partner in der Ausbildung

Berufsfachschule

Die ICT Lernenden Informatik und Mediamatik besuchen an zwei Arbeitstagen und der Informatikpraktiker an einem Arbeitstag pro Woche die obligatorische Berufsfachschule. Neben dem Fachunterricht wird der allgemeinbildende Unterricht oder die Berufsmittelschule (BMS) besucht. Die Semesterzeugnisse werden dem Lernenden und eine Kopie davon dem Lehrbetrieb zugestellt.

Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA)

Das MBA mit dem Berufsinspektorat vermittelt zwischen den Lehrvertragsparteien, wenn es während der Lehrzeit zu Problemen kommen sollte. Als dritter Vertragspartner hat der Berufsinspektor den Auftrag einer Schlichtungsstelle.

ük Zentrum

Im kantonalen Kurszentrum werden die überbetrieblichen Kurse absolviert. Der Besuch dieser Kurse ist obligatorisch. Dieser sogenannte dritte Lernort wird meist vom Berufsverband betrieben und hat eine Leistungsvereinbarung mit dem Kanton Zürich.

Eltern

Während der Lehrzeit wird der Lernende das 18. Altersjahr und damit die Volljährigkeit erreichen. Grundsätzlich ist der Lernende von diesem Zeitpunkt an für seine Berufslehre selbst verantwortlich. Wir empfehlen, dass schriftlich vereinbart wird, ob der Inhaber der elterlichen Sorge weiterhin über die Belange des Lehrverhältnisses informiert werden darf.

Zürcher Lehrbetriebsverband ICT

Wir stehen der Berufsbildnerin und dem Berufsbildner in jedem Thema der ICT Grund- und Weiterbildung zur Seite. Wir vertreten gegenüber Behörden und Schulen die allgemeine Meinung der Lehrbetriebe als kantonaler Berufsverband.

Lehrzeugnis

Jeder Lernende hat nach Abschluss der Lehrzeit Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Darin werden die Qualifikationen als Mitarbeiter gewürdigt. Folgender Aufbau ist üblich: Personifizierung und Dauer des Arbeitsverhältnisses, Schilderung der Funktion und Aufgabe, Weiterbildung, Qualifikation der Arbeitsleistung, Qualifikation der Person, Grund des Weggangs und Schlusssatz.

Lohn, Gehalt, Verdienst, Vergütung, Salär während der Lehre

Die aufgeführten Saläre sind als Empfehlung zu verstehen. Es existieren keine Regelungen wie z.B. ein Gesamtarbeitsvertrag. Wir empfehlen anstelle eines 13. Monatslohnes eine Gratifikation / Bonus bei guten bis sehr guten Leistungen zu entrichten.

  • 1. Lehrjahr: CHF 600.–
  • 2. Lehrjahr: CHF 850.–
  • 3. Lehrjahr: CHF 1'100.–
  • 4. Lehrjahr: CHF 1'400.–

Einem Auftraggeber können im Rahmen der Berufslehre die Arbeitsstunden von Lernenden verrechnet werden. Die folgenden Ansätze sind als Empfehlung zu verstehen und können von Betrieb zu Betrieb und abhängig von den Fähigkeiten des Lernenden abweichen.

  • 1. Lehrjahr: von CHF 30.– bis 60.– je Stunde
  • 2. Lehrjahr: von CHF 50.– bis 80.– je Stunde
  • 3. Lehrjahr: von CHF 70.– bis 120.– je Stunde
  • 4. Lehrjahr: von CHF 110.– bis 140.– je Stunde

Lohn, Gehalt, Verdienst, Vergütung, Salär nach der Lehre

Von den Empfehlungen kann für sehr gute Abgänger mit sehr anspruchsvollem neuem Job nach oben abgewichen werden. Dennoch sollte ein Einstiegssalär von CHF 60'000.– das Maximum darstellen.

  • Monatsgehalt (bei 12 Auszahlungen): von CHF 4'500.– bis 5'000.–
  • Jahresgehalt (bei 12 Auszahlungen): von CHF 54'000.– bis 60'000.–