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01. August 2010

Die Weiterbildungsmöglichkeiten

Wir unterscheiden grundsätzlichen die folgenden Bildungswege:

  1. Produktespezifische Bildung, Einzelkurse und Lehrgänge
  2. Module der anderen Schwerpunkte
  3. Höhere Berufsbildung (eidg. Fachausweis und eidg. Diplom)
  4. Höhere Fachschulen (Schuldiplom)
  5. Informatikstudium an einer Fachhochschule (Dipl. Informatiker FH)
  6. Hochschulstudium (Informatikingenieur)

Hauptproblem der heutigen Informatik-Berufswelt ist, dass deutlich zu viele Informatiker/-innen vor allem produkteorientiert ausgebildet sind. Daher auch der Ruf der Informatik, die Halbwertszeit des Wissens liege bei 2-4 Jahren, was ja typisch für einen Produktezyklus ist. Ist es in anderen Berufen üblich, dass gegen 30% der Berufsleute die Meisterprüfung haben (in der BRD sind es sogar deutlich mehr als 1/3), so sind es in der Informatik nur gerade 3% mit dem Diplom (früher eidg. dipl. Wirtschaftsinformatiker/-in) und 6% mit dem Fachausweis! Das ist völlig ungenügend. Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten Möglichkeiten.

Produktespezifische Bildung

Einzelkurse: Werden in der Regel von Herstellern wie Cisco, Microsoft, Orcale, Linux, Unix etc. abgeboten und dauern Tage oder höchstens eine Woche. Als Abschluss wird ein Besuchszertifikat ausgestellt.

Lehrgänge: Werden in der Regel von Herstellern wie Cisco, Microsoft, Orcale, Linux, Unix etc. angeboten und dauern mehrere Wochen. Der Lehrgang wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Als Abschluss erhällt man ein Zertifikat.

SIZ- oder CompTIA-Lehrgänge mit dem entsprechenden Zertifikat sind in der Regel mindestens teilweise durch die Informatik-Grundbildung abgedeckt.

Module der anderen Schwerpunkte

Nach abgeschlossener Lehre (resp. bereits während) können nach eigener Wahl und unter Einhaltung der Voraussetzungen weitere Module der anderen Schwerpunkte besucht werden. Beispielsweise könnte es für den Support oder die Applikationsentwicklung von Interesse sein, die Server-Module der Systemtechnik abzuschliessen. Die bestandenen Module fliessen in das Bildungsportfolio, womit sukzessive ein Generalisteneinsatz möglich ist. Entsprechende Angebote gibt es am Markt.

Höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung ist in 2 Stufen aufgeteilt, beide sind nach dem gleichen Modulplan wie die Lehre aufgebaut. Die Stufe Fachausweis kennt derzeit 2 Richtungen, Development und Services. Die Stufe Diplom kennt ebenso 2 Richtungen, nämlich Business Solutions und Service & Technology Solutions.

Höhere Fachschulen

Die höheren Fachschulen haben ein unterschiedliches Programm, das teilweise noch bei der Grundbildung beginnt. In der Regel sind Systemtechnik und Applikationsentwicklung, in Einzelfällen Wirtschaftsinformatik im Angebot. Die Schulen geben ihr anerkanntes Zertifikat ab.

Informatikstudium an einer Fachhochschule

Das Fachhochschulstudium ist heute berufsbegleitend möglich (4 Jahre, z.B. an der Fachhochschule Zürich) oder in einem 3-jährigen Vollzeitstudium. In der Regel sind zwei Studienrichtungen angeboten: Information und Kommunikation, resp. Informationstechnologien. Der Abschluss der Berufsmaturität ist Voraussetzung.

Passerellenangebot: Die Berufsmaturität kann in einem Vollzeitstudienjahr oder berufsbegleitenden nachgeholt werden.

Hochschulstudium

Voraussetzung zum Besuch der ETH oder Universität ist eine eidg. Maturität. Oder die Berufsmaturität mit entsprechender Aufnahmeprüfung.

Passerellenangebot: Es wird ein einjähriger Kurs für Leute mit Berufsmatur angeboten, als Vorbereitung zur Aufnahmeprüfung der Hochschulen.

Passerellenangebot 2: Absolvent/-innen eines Fachhochschulstudiums können ins 5. Semester an der ETH wechseln.

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