Wie werde ich Informatiker/in oder Mediamatiker/in ?
Das Berufsbildungssystem der Informatik und der Mediamatik in der Schweiz kennt unterschiedliche Wege, um als Informatik-Profi bzw. Mediamatik-Profi tätig zu werden. Je nach Eignung und Fähigkeit der Abgängerinnen und Abgänger der Volksschule kann ein anderer Ausbildungsweg gewählt werden.
Schulorientierte, im Bild links, beginnen mit dem Gymnasium und öffnen mit der Maturität den Zugang zu den universitären Hochschulen. Nach vier Jahren wird die Maturität erworben. Das Studium an der ETH mit technischem Profil oder an der Universität als Wirtschaftsinformatiker dauert ebenso vier Jahre, .
Die Informatikmittelschule (IMS) ist zu Beginn ebenso eine schulische Laufbahn. In den ersten drei Jahren wird die theoretische Ausbildung, die kaufmännische Berufsmaturität (BMS) und die Module der Applikationsentwickler-Lehre absolviert. Im vierten Jahr rundet ein Praktikum in einem Betrieb die Ausbildung ab, welche mit einer zweiwöchigen Facharbeit abschliesst. Die Ausbildung entspricht der Informatik-Lehre Richtung Applikationsentwicklung. Dank dem höheren Schulanteil der Vollzeit-BMS, verfügen die Absolvent/innen der IMS über eine sehr gute Allgemeinbildung, Sprachen- und Wirtschaftskenntnis.
Der praxisorientierte Weg beginnt mit einer Berufslehre in einem Betrieb oder in einem Basislehrjahr mit berufsbegleitender Berufsschule oder Berufsmittelschule (BMS). Im Kanton Zürich werden in der Informatik drei Schwerpunkte dieser Grundbildung angeboten, der Schwerpunkt Support (für Absolvent/innen der Sekundarschule B), Schwerpunkt Systemtechnik und Schwerpunkt Applikationsentwicklung. In der Mediamatik gibt es keine Schwerpunkte. Die Informatikausbildung dauert vier Jahre und schliesst mit dem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) Informatiker/in und dem Nachweis der entsprechenden Richtung im Bildungsportfolio ab. Die Mediamatikausbildung dauert ebenfalls vier Jahre und schliesst mit dem eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) Mediamatiker/in ab. Absolvent/innen der Berufsmaturität (BMS) steht der prüfungsfreie Weg zu den Fachhochschulen offen.
In der Informatik ist ein weiterer praxisorientierter Einstieg als Informatikpraktiker/in mit eidg. Berufsattest (EBA) möglich. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und ist auf Schulabgänger/innen der Sekundarstufe C oder B zugeschnitten.
Absolvent/innen einer Matur steht ein berufsbegleitender Lehrgang offen, der in zwei Jahren die Inhalte der Informatik-Lehre vermittelt und zum eidg. Fähigkeitszeugnis (EFZ) Informatiker/in führt. Den gleichen Lehrgang können Quereinsteiger/innen absolvieren, welche nach einer drei- oder vierjährigen Lehre in einem anderen Beruf in die Informatik-Profiwelt wechseln möchten.
Angebote von Privatschulen nach ähnlichem Konzept wie die IMS ergänzen diese Angebotsvielfalt.

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