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13. März 2010

Warum Informatik-Grundbildung und höhere Berufsbildung – ein Vergleich

01.02.10 Alter: 40 Tage Autor: Alfred Breu
Kategorie: Bildungspolitik, Erwachsenenbildung, Lehrmeister, Lernende

Tipps für eine erfolgreiche Berufskarriere

Auch in anderen Berufen ist es so, man macht die Lehre, das eidg. Fähigkeitszeugnis belegt die Fachperson. Danach geht man an die höhere Berufsbildung, macht den Abschluss mit eidg. Fachausweis, danach die höhere Fachprüfung, die mit dem eidg. Diplom des entsprechenden Berufs abschliesst. Daneben muss man lebenslänglich Produktekurse der Lieferanten oder der Verfahren und allenfalls sogar der Behörden absolvieren.

Ein Beispiel: Als junge Person macht man die Lehre als Automobil-Mechatronikerin. Danach folgt die Ausbildung zum Automobildiagnostiker, der Person, die Ihr Auto jeweils in Empfang nimmt und die computergestützte Analyse über den Zustand Ihres Wagens durchführt. Und auch wenn man das Diplom als Automobilkaufmann/-Frau abgeschlossen hat, wird man jährlich an Kurse von Mercedes usw. gehen müssen, um die Markenvertretung zu behalten. Unter diesen hat es auch solche über die Behandlung des Kunden, über heikle Kundengespräche usw.

Und in der Informatik? Eigentlich müsste es auch so sein: Die Lehre (oder Umsteigerlehrgang) mit EFZ, danach die höhere Berufsbildung mit eidg. Abschlüssen. Hier wird das Konzeptwissen erworben und die Umsetzung an einem Produkt. Das langlebige Wissen und Können, das eine Halbwertszeit über 10 Jahre hat. Und das macht man nebst den Kursen von Microsoft, Cisco usw., die einem das Goldzertifikat usw. erst ermöglichen – Kurzzeitwissen, das vom jeweiligen Produkt abhängig ist. Egal ob Server oder Automatikgetriebe im Auto….

Wieso aber setzt die Informatik nach wie vor auf kurzlebiges Produktewissen???? Ich denke, es würde ihr gut anstehen, hier einmal von anderen Berufen zu lernen, die auch komplex sind. Ganz nach dem Motto: die Lehre deckt das kleine Einmaleins der Berufsbildung ab, die höhere Berufsbildung baut darauf auf und umfasst das grosse Einmaleins des Berufes. Und dass solche Leute gesucht sind, belegen die rund 6000 jährlichen im Ausland rekrutierten Hochschulabsolventen….