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04. Februar 2012

13. Abschlussfeier der Informatik-Grundbildung - 387 von 457 Zürchern bestanden

08.07.10 Alter: 2 Jahre Autor: Alfred Breu

56 schlossen im Rang ab, Martin Haas und Felix Toblermit Gesamtnote 5.7

900 Personen erschienen am 7. Juli 2010 auf Einladung der ZLI zur 13. Abschlussfeier der Informatik-Grundbildung. Ruedi Noser, Nationalrat, Präsident von ICTswitzerland und Inhaber einer grossen Informatikfirma, beglückwünschte die Absolventinnen und Absolventen und zeigte ihnen auf, dass die Informatik ein für das Land sehr wichtiges Berufsfeld ist. In den 50 Jahren ihrer Existenz habe sich der Bestand mehrmals verdoppelt und zähle heute rund 200’000 Profi-Informatiker/-innen. Und es bestünden weiterhin sehr gute Anzeichen, dass sie sich ein weiteres mal verdoppeln könnte. Es habe nur zu wenig Fachleute-Nachwuchs! Es zähle auch nicht, wo auf der Welt jemand weniger verdiene, sondern wo effizienter gearbeitet werde. Und hier in der Schweiz könne man sorgenfrei an die Arbeit gehen und müsse sich nicht um Gesundheitswesen, Schulen, Sicherheit und Existenz Gedanken machen. Aber es zähle auch, sich gut auf die Karriere vorzubereiten, sich laufend weiterzubilden und marktfähig zu halten. Erworbene Kompetenzen könne einem niemand wegnehmen. Gute Informatiker/-innen mit guten Sozialkompetenzen hätten geniale Möglichkeiten vor sich.

487 Informatikpraktik-, Mediamatik- und Informatik-Lernende schlossen in diesem Jahr ihre Grundbildung ab, 30 aus anderen Kantonen absolvierten hier die Berufsschule. Der Anteil der Nicht-Erfolgreichen lag mit 11% deutlich zu hoch, wenn man bedenkt, dass eigentlich nur die Abschlussprüfung der Allgemeinbildung und die Individuelle Praktische Arbeit IPA wirkliche Überraschungen bringen können. Die Durchschnittsnote der grundlagenbezogenen und der schwerpunktbezogenen Module sind ja seit dem ersten Semester der Ausbildung bekannt - kaum sehr nützlich, wenn man mit ungenügenden Noten abschliesst und nicht vorher ein Lehrjahr repetiert. In der beruflichen Praxis sollte man eigentlich in 4 Jahren so viel Kompetenz erworben haben, dass die ungenügende Note schon eher die Ausnahme sein sollte.

Erfreulich ist, dass 13% der Absolvent/-innen mit einer Gesamtnote von 5.3 und mehr abschlossen. Martin Haas und Felix Tobler erreichten mit der Note 5.7 den ersten Platz und konnten von Prof. Rolf Klaus den Preis der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften entgegennehmen, das Studiengeld für 6 Semester, das zum Bachelor of applied Sciences in Informatics führt. Gleich 5 Personen,  Christoph Amrein, Beda Kuster, Dena Mosfegh,Dominic Schlegel und Isabel Züger schlossen mit einer 5.6 ab und empfingen von Barbara Jasch ein von der ZLI gesponsertes verlängertes Ski/Snowboard-Wochenende im Engadin mit Snownight am Corvatsch. Adrian Bertschi, Marco Egli, David Elsener, David Hediger, Nicolas Loth, Marius Ruckteschler und Oliver Streuli konnten die Adventure-Box für den dritten Rang in Empfang nehmen.

Die besten IPA wurden mit einem  i-Pad belohnt, ebenso von ZLI gesponsert. Fabian Bucher, Informatikpraktiker, Sebastian A. Bryner, Support (5.5), Ivo Herzig und Fabian Zeindler, Generalist (5.4), Adrian Senn, Mediamatiker (5.8), Dominic Schlegel, Systemtechnik (6.0), Christoph Amrein, Adrian Bertschi, David Elsener und Beda Kuster, Applikationsentwickler (5.9) erwarben dieses begehrte Stück.

Wir gratulieren allen erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen und wünschen ihnen alles Gute auf ihrer nun beginnenden Beruflaufbahn.

Zum Schluss gab es noch Weltmeisterschaftsstimmung: Begleitet von filmischen Eindrücken aus der Berufsweltmeisterschaft 2009 in Calgary traten Webdesign-Weltmeister Fabian Vogler und Martin Dörig auf die Bühne. Sie hatten anfangs September zusammen mit Florian Meier die Spitze der Rangliste der Informatik-Nationen erklommen, zusammen mit Brasilien waren sie Weltmeister vor 30 Länder geworden, und erst noch mit 28 Punkten Vorsprung zu Brasilien. Sie empfahlen den Absolvent/-innen, sich nun tüchtig weiter zu bilden, jedes Jahr sollte etwas Neues dazu kommen. Ein Diplom der höheren Berufsbildung wäre die nächste empfohlene Etappe. Sie empfahlen auch, an Berufsmeisterschaften teilzunehmen, was Leistungswille und Kompetenz beweise - sie hätten zwar keine Stelle gesucht, aber bekämen laufend Offerten.