Berufsbild Informatikpraktiker/in
Berufs- und Tätigkeitsbeschreibung
Die Ausbildung soll im Umfeld von Informatikdienstleistungen zu den folgenden Tätigkeiten befähigen:
- Routinemässige Installation von Hardware und Software
- Wartung und einfache Fehlerbehebung an PC-Arbeitsplätzen und Peripheriegeräten
- Support für Benutzer/innen und Kund/innen
- Beratung und Verkauf von IT-Geräten
Voraussetzungen
Bescheidene bis mittlere Schulleistungen wie Sekundarstufe C oder schwache Sekundarschule B.
Berufsanforderungen
Praktisch begabte und kontaktfreudige Jugendliche, welche Schwächen in den schulischen Fächern haben. Wichtig ist ein gewisses Geschick mit technischen Geräten, das Interesse an der Informatik und vor allem Freude und Talent im Umgang mit Menschen.
Ausbildung
Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Der Anteil der schulischen Bildung beträgt im Durchschnitt ein Tag pro Woche. Die überbetriebliche Bildung umfasst 21 Tage verteilt auf die beiden Lehrjahre.
Die fachkundliche Bildung und die überbetrieblichen Kurse bestehen aus mindestens 8 Informatikmodulen des Niveaus 1 oder 2 des Modulbaukastens von i-ch. Davon stammen mindesten 5 aus dem Kompetenzfeld Hardware Management. Für die einzelnen Module werden etwa 60-80 Lektionen eingesetzt. Fünf Module werden an der Berufsfachschule und drei in den überbetrieblichen Kursen absolviert. Für die Allgemeinbildung sind 240 Lektionen, für Sport 80 Lektionen in den zwei Jahren vorgesehen.
Das Qualifikationsverfahren besteht aus drei Fachnoten: Allgemeinbildung, Durschnitt der acht Informatikmodule und die individuelle Praxisarbeit (IPA) von 16 bis 32 Stunden im Betrieb. Die IPA zählt doppelt.
Arbeits- und Berufsverhältnisse
Die Bildung in der beruflichen Praxis orientiert sich an den vorhandenen Arbeitsprozessen und Aufträgen im Lehrbetrieb und die Lernenden sollen entsprechend ihrem Bildungsstand in produktiven Projekten eingesetzt werden.
Der Grossteil der Supportarbeiten für die Betreuung einer IT-Infrastruktur besteht aus einfachen Routinearbeiten – dem Aufgabenbereich von Informatikpraktiker/innen.
Weiterbildung
Der Abschluss Informatikpraktiker/in mit eidg. Berufsattest (EBA) ermöglicht den Einstieg in eine auf drei Jahre verkürzte Lehre mit Schwerpunkt Support (EFZ) sowie den Einstieg in ein erfolgreiches Erwerbsleben in der Informatik.
Weitere Informationen
- ZLI Zürcher Lehrbetriebsverband ICT
- Amt für Berufsbildung des Wohnkantons bzw. des Firmenstandortes
- Lokale Berufsinformationszentren

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