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01. August 2010

Formen und Wege der Ausbildung

Grundbildung

Informatiklehre

Die Informatiklehre im Kanton Zürich wird seit 2001 nach dem modular aufgebauten Berufsschulmodell durchgeführt. Das Berufsfeld Informatik ist breit. Entsprechend haben wir uns entschieden, die Ausbildung auf die drei Haupttätigkeitsfelder auszurichten. Damit kann den Bedürfnissen der Betriebe optimal entsprochen werden.

  • Informatik-Lehre Schwerpunkt Applikationsentwicklung
  • Informatik-Lehre Schwerpunkt Support
  • Informatik-Lehre Schwerpunkt Systemtechnik

Eine generalisierendere Bildung wird erst danach durch weitere Vertiefungen in weiteren Bereichen erreicht. Auf diese Weise wird während der Lehre durch Konzentration auf eine Haupttätigkeit eine wertvolle Ausbildungstiefe erreicht.

Je Richtung werden rund 30 Informatikmodule durchgearbeitet. Jedes für sich wird abgeschlossen, die Noten gelten als Bestandteil der Abschlussprüfung. Pro Woche sind zwei Schultage an der Berufsfachschule zu absolvieren. Die Ausbildung dauert vier Jahre und schliesst mit dem eidg. Fähigkeitszeugnis Informatikerin oder Informatiker und dem Nachweis der entsprechenden Richtung im Bildungsportfolio ab. Für den Lehrabschluss ist eine zweiwöchige Facharbeit im Betrieb zu absolvieren.

Informatikpraktiker/in

Die Attestausbildung als Informatikpraktiker/in ist ein Einstieg in die Informatik für Schüler/innen der Sekundarstufe B und C. Die fachkundliche Bildung und die überbetrieblichen Kurse umfassen mindestens acht Informatikmodule. Jedes für sich wird abgeschlossen, die Noten gelten als Bestandteil der Abschlussprüfung. Der Anteil der schulischen Bildung beträgt im Durchschnitt ein Tag pro Woche.

Die Ausbildung dauert zwei Jahre und schliesst mit dem eidg. Berufsattest Informatikpraktikerin oder Informatikpraktiker ab. Der erfolgreiche Abschluss ermöglicht den Einstieg in eine auf drei Jahre verkürzte Lehre mit dem Schwerpunkt Support. Für den Lehrabschluss ist eine Facharbeit im Betrieb zu absolvieren.

Klassische duale Lehre

Informatiklehre

Der praxisorientierte Weg beginnt mit der Berufslehre in einem Betrieb oder im Basislehrjahr mit berufsbegleitender Berufsfachschule und bei Eignung mit der Berufsmittelschule (BMS). Ein Tag pro Woche ist an der Berufsfachschule für den Fachunterricht eingeplant. Der zweite Schultag pro Woche wird entweder an der Berufsfachschule mit den allgemeinbildenden Fächern belegt oder er ist für den Besuch der BMS vorgesehen.

Lehre im Betrieb

  • Ausbildung im Lehrbetrieb
  • Begleitende Berufsschule, mit Berufsmaturität möglich
  • Acht Überbetriebliche Kurse in den ersten beiden Lehrjahren (kostenpflichtig, obligatorisch)
  • Salär gemäss ZLI-Empfehlungen

Lehre mit Basislehrjahr

  • Erstes Lehrjahr im Basislehrjahr
  • Ab zweitem Lehrjahr im Betrieb
  • Sechs überbetriebliche Kurse im Basislehrjahr integriert, die restlichen zwei werden im zweiten Lehrjahr absolviert (kostenpflichtig)
  • Salär während Basislehrjahr reduziert gemäss ZLI-Empfehlungen

Informatikpraktiker/in

Der praxisorientierte Weg beginnt mit der Berufslehre in einem Betrieb mit berufsbegleitender Berufsfachschule. Ein Tag pro Woche ist an der Berufsfachschule für den Fach- und allgemeinbildenden Unterricht eingeplant.

Lehre im Betrieb

  • Ausbildung im Lehrbetrieb
  • Begleitende Berufsfachschule
  • 21 Tage überbetriebliche Kurse in den beiden Lehrjahren (kostenpflichtig, obligatorisch)
  • Salär gemäss ZLI-Empfehlungen

Lehre für Erwachsene

Die heutige gute Grundbildung der Nachwuchsleute hat auch Auswirkungen auf die Berufswelt: Die entsprechenden Anforderungen werden an alle gestellt. Darum haben wir Lehrgänge als „Lehre für Erwachsene“ geschaffen. Die Lehre für Erwachsene richtet sich an Quereinsteiger, an schon Eingestiegene oder Maturand/innen. In einem effizienten Lehrgang werden die gleichen Module wie bei der Lehre parallel zum praktischen Einsatz in der Informatik durchgearbeitet. Nach 1 ¾ Jahren ist der Lehrgang inklusive einer Facharbeit abgeschlossen.

  • Zweijährige berufsbegleitende Informatik-Ausbildung
  • Informatik-Praktikum von mindestens einem Jahr zu 100% oder entsprechend länger zu tieferem Pensum (in der Regel 80%) im Tätigkeitsfeld entsprechend dem gewählten Schwerpunkt
  • Informatik-Ausbildung Schwerpunkt Systemtechnik und Applikationsentwicklung
  • Abschluss wie bei der dualen Lehre

Informatikmittelschule

Die Informatikmittelschule (IMS) ist zu Beginn eine schulische Laufbahn. In den ersten drei Jahren wird die theoretische Ausbildung absolviert, die kaufmännische Berufsmaturität und die Module des Schwerpunkts Applikationsentwicklung. Im vierten Jahr rundet ein Praktikum in einem Betrieb die Ausbildung ab, welche mit einer zweiwöchigen Facharbeit abschliesst. Die Ausbildung entspricht in weiten Teilen der Informatik-Lehre Schwerpunkt Applikationsentwicklung. Dank dem höheren Schulanteil der Vollzeit-BMS weisen die Absolventinnen und Absolventen der IMS eine sehr gute Allgemeinbildung aus.

  • Drei Jahre Vollzeitschule in den Zürcher Kantonsschulen Büelrain, Enge und Hottingen
  • Kaufmännische Berufsmatur mit Schwerpunkt auf Wirtschaft und Sprachen
  • Informatik-Ausbildung Schwerpunkt Applikationsentwicklung analog der Lehre
  • Praktikum in einem Betrieb im vierten Ausbildungsjahr
  • Praktikumssalär gemäss Empfehlung der Kantonsschulen

Weiterbildung

Die Weiterbildung stützt auf das gleiche Modulkonzept. Grundbildung und Weiterbildung sind aufeinander abgestimmt.

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